Berufspolitik

Wir machen uns stark für Studierende und Absolventen der Oecotrophologie, Ernährungs-, Haushalts- und Lebensmittelwissenschaftlen! Und das seit über 45 Jahren. Unsere Mitglieder profitieren von unserer berufspolitischen Arbeit – unabhängig davon, ob sie in der Wissenschaft, Ernährungsberatung oder anderen Branchen tätig sind.

Wir sind dafür auf vielen Bühnen aktiv, führen Gespräche und nehmen Termine wahr.

VDOE-Gremien und Mitarbeit in externen Gremien

  • VDOE-Arbeitskreise
  • AG Ernährungsforschung
  • AG Mentoring
  • Koordinierungskreis “Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und -therapie”
  • Leadershipmeeting
  • Fachberufekonferenz der Bundesärztekammer (BÄK)

AG-Ernährungsforschung

Um Kompetenzen aus Forschung und Praxis zu bündeln sowie die Studienlage im Bereich der ambulanten Ernährungstherapie zu ergründen, hat der VDOE die Arbeitsgemeinschaft Ernährungsforschung initiiert. Ziel der AG ist es, die Berufspolitik des VDOE im Bereich der ambulanten Ernährungsberatung/-therapie durch Forschungstätigkeiten zu unterstützen. Für eine Verankerung im Gesundheitssystem sind wissenschaftliche Erkenntnisse, die Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der „alleinigen“ Ernährungsberatung/-therapie belegen, essenziell. Sie dienen auch dem G-BA als Grundlage für die Prüfung des therapeutischen Nutzens der „alleinigen“ Ernährungsberatung. Ein weiteres Ziel der AG ist es, Lücken in der Studienlage schließen.

AG-Mentoring

VDOE-Wahlprüfsteine

Welche Meinungen haben Parteien zu den Themen des Verbandes und deren Mitgliedern? Wir wollten es zur Bundestagswahl 2017 von den Parteien wissen und haben die VDOE-Wahlprüfsteine dazu erstellt. Diese Ausführungen und Fragen spiegeln einen guten Teil der Branchen und Tätigkeiten der Mitglieder wider.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Der VDOE ist formal als Stellungnahme berechtigte Institution für das Thema „Heilmittel-Richtlinie“ zugelassen. Der Berufsverband ist damit als Leistungserbringer in Bezug auf die Ernährungstherapie für die Indikationen seltener angeborener Stoffwechselerkrankungen und Mukoviszidose beim Gemeinsamen Bundesausschuss als maßgebliche Spitzenorganisation anerkannt.
Der Beschluss, dass Ärzte Ernährungstherapie für die genannten Krankheitsbilder verordnen können, ist seit Januar 2018 in Kraft.

Die Rahmenempfehlungen für die Durchführung der Ernährungstherapie bei Mukoviszidose und seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen mit dem GKV-Spitzenverband sind nach intensiven Sitzungen erarbeitet! Auf dieser Grundlage verhandeln die beteiligten Verbände VDD, VFED, QUETHEB und VDOE nun mit den Krankenkassen die Einzelheiten der Versorgung, insbesondere die Vergütung der Leistungen. Klar definiert sind bereits die notwendigen Qualifikationen der Anbieter der Ernährungstherapie für diesen Bereich.

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte am 16. März 2017 beschlossen, dass Patienten, die an einer seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung oder Mukoviszidose leiden, das Recht auf eine Ernährungsberatung bekommen. Damit ist in einem über 18 Jahre dauernden Verfahren zur Anerkennung der ambulanten Ernährungstherapie ein Etappenziel erreicht.

Unsere Pressemitteilung dazu

Hintergrund: Im Jahr 2000 hatte das Bundessozialgericht der Klage einer selbstständigen Diätassistentin stattgegeben, die sich in der Ausübung ihrer Berufsfreiheit behindert sah, weil die Diättherapie nicht in den Heilmittelrichtlinien (§ 92, Abs. 1 Nr. 6 SGB V) aufgeführt ist. Zur Klärung des Sachverhaltes forderte das Gericht den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) auf, darüber zu entscheiden, bei welchen Indikationen ein therapeutischer Nutzen der alleinigen Ernährungsberatung gegeben ist und diese somit als Heilmittel in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden kann. Am 22. Januar 2015 – 15 Jahre später – legte der G-BA seine Einsichten vor. In diesem Beschluss sieht der Ausschuss bei den meisten Indikationen keine medizinische Notwendigkeit für eine ambulante Ernährungsberatung. Dies hätte weitreichende Folgen für betroffene Patienten sowie für die qualifizierten Anbieter ambulanter Ernährungstherapie. Daher hat Gesundheitsministerium, Rechtsaufsicht des G-BA, diesen ersten Beschluss aus 2015 erst in Teilen beanstandet.

Lesenswerte Beiträge zum Thema:
Interview mit Prof. Anja Bosy-Westphal (AG Ernährungsforschung des VDOE):
Kein Zweifel am therapeutischen Nutzen der Ernährungstherapie
VDOE POSITION Nr. 4-2015

Ernährungsberatung: Therapeutischer Nutzen und Förderung der Gesundheit
von Prof. Anja Bosy-Westphal, Prof. Manfred J. Müller und Prof. Hans Hauner
Deutsches Ärzteblatt, 2015; 112(38): A-1516 / B-1271 / C-1243

Rund ums Präventionsgesetz

In seiner Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Prävention an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plädierte der VDOE für eine Benennung, Konkretisierung und Priorisierung der Ziele im Bereich Ernährung.

Der Verband forderte den Gesetz-Entwurf beispielsweise in folgenden Punkten zu ändern bzw. zu ergänzen:

  • Aufnahme des Gesundheitsziels „Vermeidung von Fehl- und Mangelernährung“ sowie neben der „Prävention von Diabetes“ auch die Aufnahme der „Prävention von Adipositas und anderer ernährungs-mitbedingter Erkrankungen“
  • Leistungen zur individuellen Verhaltensprävention sollten auch ohne ärztliche Präventionsempfehlung möglich sein
  • Keine Nennung eines einzelnen konkreten Präventionsangebots im Gesetz, sondern Verweis auf den Handlungsleitfaden Prävention und in Bezug auf anerkannte Kurse Verlinkung auf die Zentrale Prüfstelle Prävention
  • Einbeziehung von nicht-ärztlichen Berufsverbänden, die mit der Durchführung der Präventionsmaßnahmen befasst sind, in die geplante Nationale Präventionskonferenz
  • Etablierung von regionalen Case-Managern / Setting-Beratern für die individuelle Verhaltensprävention